Salamitaktische Abschaffung der Schweizer Armee
24. Oktober 2009 | Von Reto Wettstein | Kategorie: Kommentiert, SicherheitspolitikAm 29. November stimmen die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger über die Exportverbots-Initiative der GSoA (Gruppe Schweiz ohne Armee) ab. Mit der Einführung des Exportverborts wird unsere Rüstungsindustrie zusammenbrechen. Die natürliche Konsequenz: Die Schweizer Armee kann sich nicht mehr aus dem Heimmarkt ausrüsten. Damit wird die Beschaffungslogistik der Armee massiv geschwächt. Ohne heimische Wehrtechnik wird die Rüstung vom Ausland abhängig. Dies ist in Krisenzeiten sehr gefährlich. Der bundesrätlichen Botschaft ist zu entnehmen, dass mit der Schliessung der Rüstungsbetriebe unsere Landesverteidigung in Frage gestellt wird. Mir ist die Sicherheit der Schweiz wichtig und sage deshalb NEIN zur GSoA-Exportverbots-Initiative.

Rechtfertigt eine mögliche (höchst unwahrscheinliche) zukünftige Bedrohung der Schweiz den Tod und unermessliches Elend und Leid hundertausender Menschen? Natürlich nicht. Vielleicht erwähnen Sie auch deshalb diese Konsequenzen der Exporte in Ihrem Blog lieber nicht. Der gewaltsame Tod unschuldiger Kriegsopfer ist vielleicht weit weg, aber für die Betroffenen nicht weniger Real. Menschen werden verstümmelt. Ganze Familien für immer traumatisiert. Diese Menschen hatten einfach nicht das Glück in der sicheren Schweiz geboren zu sein. Wer sich unserer humanitären Pflicht bewusst ist und für die allgemeinen Menschenrechte eintritt, stimmt am 29. November ja.