Liste 3
Meinung: Werden Velofahrer hier schikaniert?

Nachfolgend meine Meinung zum Thema:

Grundsätzlich kann man in Brugg mit dem Fahrrad auf- oder abgesessen jeden Winkel erreichen. Die Pflastersteine aus hartem Granit sind weder Segen noch Fluch für die Velofaherer, sondern einfach notwendig: Um das Regenwasser zu kanalisieren, Trottoirs von den Strassen zu trennen und somit Fussgänger zu schützen sowie den weichen Teerbelag vor Beschädigungen durch schwere Fahrzeuge zu schonen. Hier die Frage nach einer Schikane zu stellen, geht eindeutig zu weit! Die Frage suggeriert eine Absicht, mit der die Stadtplanung gegen die Velofahrer vorgeht. Dies kann ich, ebenso Velofahrer, nicht nachvollziehen. Grundsätzlich frage ich mich, ob der ganzseitige Artikel über Randsteine den Stellenwert in der Tageszeitung verdient? Solange wir in der Region Herausforderungen wie die Ausgestaltung der Campussaal Gesellschaften, nicht fusionierte Feuerwehren, nicht zusammengelegte Elektrizitätswerke und Verwaltungen sowie Gewalt auf den Strassen zu meistern haben, gehören Randsteinprobleme für mich in die Kategorie Veloständerprobleme. Was für Konsequenzen es haben kann, wenn Medien die öffentliche Aufmerksamkeit auf die falschen Themen lenkt, widerspiegelt der Fall UBS. Seit letztem Oktober wurde lieber über ein paar Rappen Strompreiserhöhung palavert, anstatt mit dem Finger auf die paar verlorenen UBS-Milliarden gezeigt. Dabei gefährdet die Existenz der UBS unsere Volkswirtschaft nachhaltig! Hätten die Medien damals die öffentliche Aufmerksamkeit auf Themen wie UBS und Finanzkrise gelenkt, stünde die Schweiz heute inklusive Bundesrat besser vorbereitet da. Für Brugg lautet deshalb die Frage: Randsteine oder regionalpolitische Meilensteine? Alles hat auf einer Zeitungsseite Platz. Doch nicht alles ist es wert, soviel Platz einzunehmen.

Reto Wettstein
FDP Einwohnerrat

Originalartikel “Werden Velofahrer hier schikaniert?” zum Download als PDF-Datei:

20090223_az

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